Ulrich Köhlers preisgekrönter Film „Schlafkrankheit“ im Capitol-Kino und in der Ringvorlesung „Film in Deutschland – heute“ (Filmwissenschaft Mainz)
Am Dienstag, den 21.6.2011, findet die Ringvorlesung „Film in Deutschland – heute“ im Capitol-Kino statt (siehe auch http://www.programmkinos-mainz.de/?p=9140). Um 18 Uhr (s.t.) ist dort Ulrich Köhlers Film „Schlafkrankheit“ zu sehen, der auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet wurde. „Schlafkrankheit“ erzählt die Geschichte von zwei Ärzten in Afrika: Ebbo Velten lebt seit Jahren in Kamerun, doch seine Frau und Tochter wollen nach Deutschland zurückkehren. Der Franzose Alex Nzila reist nach Kamerun, um dort ein Entwicklungshilfe-Projekt zu überprüfen. Die beiden Männer begegnen sich – mehr sei noch nicht verraten.
Der ungewöhnliche Film polarisierte die Kritiker und fordert sein Publikum heraus; er fasziniert durch seine Konsequenz, seine atmosphärischen Bilder und seine unkonventionelle Dramaturgie. Nicht nur den Teilnehmer/innen der Ringvorlesung, sondern allen, die sich für den aktuellen deutschen Film interessieren, sei er hiermit ans Herz gelegt. Die Preview ist zudem eine seltene Gelegenheit, „Schlafkrankheit“ in der OmU-Fassung zu sehen. Das Eintrittsgeld von 4,50 €, das ausnahmsweise auch die Ringvorlesungs-Teilnehmer zahlen müssen, ist also gut investiert.
“Schlafkrankheit“: Regie: Ulrich Köhler, Kamera: Patrick Orth; mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily, Hippolyte Girardot; Produktion: Komplizenfilm, Dtl./Fr./Niederl. 2011, 91 Min
In der folgenden Woche wird Ulrich Köhler im Hörsaal der Filmwissenschaft über seine Arbeit berichten und Fragen beantworten (28.6., 18 Uhr c.t.). Der Regisseur kennt Afrika aus seiner Kindheit, hat in Quimper Kunst, in Hamburg Philosophie und Film studiert und gilt mit seinen früheren Filmen „Bungalow“ und „Montag kommen die Fenster“ als ein Hauptvertreter der „Berliner Schule“.
Am 5.7. und 12.7. wird die Ringvorlesung mit „Im Alter von Ellen“ (ebenfalls Capitol, Eintritt frei) und dem Besuch der Regisseurin Pia Marais (Hörsaal der Filmwissenschaft) fortgesetzt. Die Filme werden von Jens Eder jeweils kurz eingeführt.


